Der Nutzen des Kompostes


Der Nutzen hochwertiger Komposte ist wissenschaftlich erwiesen. Im Gegensatz zur bloßen Mineraldüngung wird durch Kompost die Bodenfruchtbarkeit erhalten und sogar verbessert. Gute Komposte können im Garten an die Stelle von Torf treten und weisen sogar eine Reihe wichtiger Vorteile auf:

Gute Komposte
  • gleichen den Humusabbau aus und erhöhen den Humusgehalt,
  • bringen Leben in den Boden (Intensivierung der Bodenaktivität),
  • speichern viel Wasser für die Pflanzen,
  • sorgen für eine gute Durchlüftung des Bodens,
  • ernähren die Pflanze stetig und harmonisch,
  • erleichtern sehr die Bearbeitung durch die krümelige Struktur,
  • wirken durch ihren Kalkgehalt gegen Bodenversauerung
  • und führen dem Boden die Stoffe wieder zu, die ihm durch den Verzehr von Gemüsen und Früchten entnommen wurden.

  • Manche Böden im Hausgarten sind schwer, unbelebt oder können wegen zu hohem Sandgehalt nicht genug Wasser und Nährstoffe speichern. Werden hier hochwertige Komposte richtig eingesetzt, so bringen diese eine entscheidende Verbesserung des Bodens und beeinflussen die Qualität der Ernte positiv.

    Anwendungsmöglichkeiten von Gütekompost


    Gütekompost ist ein hervorragendes Bodenverbesserungsmittel mit beachtlicher Düngewirkung. Wegen seines Nährstoffgehaltes darf er für Einsaaten und zum Anpflanzen nur mit Boden vermischt verwendet werden. In vorhandenen Pflanzungen kann er oberflächlich ausgebracht oder leicht eingeharkt werden.

    Kompost mit Gütezeichen kann aufgrund seiner wertvollen Eigenschaften äußerst vielfältig eingesetzt werden. Er wird verwendet für:
  • die kontinuierliche Bodenpflege (Humusersatz und Humusaufbau) bei allen Saat-, Pflanz- und Rasenflächen sowie unter Bäumen und Sträuchern,
  • die Bodenverbesserung bei unbefriedigender Bodenstruktur,
  • die kombinierte Bodenverbesserung und Düngung (z.B. Gemüse, Erdbeeren, Blumenbeete, Rasen),
  • die Neuanlage von Pflanz- und Rasenflächen (z.B. Bauland),
  • das Mulchen (Bodenabdeckung) bei Obstbäumen, Beerenobst, Ziergehölzen usw.,
  • die Zumischung ins Pflanzloch (Mischungsverhältnis nach Herstellerangaben),
  • die Kübel- und Balkonkastenbepflanzung (Beimischung in Blumenerden) sowie
  • zur Dachflächenbegrünung

  • Kompost sollte wegen seiner Kalkwirkung nicht für Moorbeetpflanzen (Rhododendron und Erica) und Heidelbeeren verwendet werden. Aufgrund seines Nährstoffgehaltes eignet sich Kompost auch nicht zur Anlage von Zier- oder Fischteichen.

    Unsere Anwendungsempfehlungen


    Wir empfehlen für den fachgerechten und erfolgreichen Komposteinsatz folgende Aufwandmengen:
    Gemüse:2 bis 3 Liter/m² vor der Ansaat oder dem Pflanzen
    Beerenobst:2 bis 3 Liter/m² im Frühjahr
    Blumen:bis 5 Liter/m² im Frühjahr
    Rasen:1 bis 2 Liter/m² während der Wachstumszeit
    Neuanlage:bei sehr schlechtem Boden 10 bis 20 Liter/m² (1 bis 2 cm Auflage)
    Bäume und Sträucher:2 bis 3 Liter/m²
    Mulchen:5 cm Auflage
    Pflanzloch:1 Teil Kompost mit bis zu 5 Teilen Gartenerde
    Blumenerde:1 Teil Kompost mit 4 Teilen Erde



    Öffnungszeiten -kostenpflichtige Anlieferung-
    Öffnungszeiten der städtischen Abfallsammelstellen -Kleinmüllplatz-
    Montag - Donnerstag 07:30 - 10:00 Uhr Mittwoch 13:00 - 17:00 Uhr
    13:00 - 15:00 Uhr 13:00 - 15:00 Uhr
    Freitag 07:30 - 10:00 Uhr Freitag 14:00 - 17:00 Uhr (entfällt von November bis Ende Februar)
    Samstag 09:00 - 15:00 uhr
    Dies sind nicht die Öffnungszeiten der städtischen Abfallsammelstellen.
     




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    Bodenzustand
    Die Aufwandmenge von Kompost richtet sich nach:
    ·
    den im Boden bereits vorhandenen Mengen an Humus, Kalk
    und Pflanzennährstoffen
    ·
    dem Nährstoffbedarf der jeweiligen Pflanzenkultur
    Aus diesem Grund empfiehlt es sich, in Abständen von ca. 5
    Jahren eine Bodenuntersuchung durchzuführen. Zur Probe-
    nahme wird mit dem Spaten an mehreren Stellen ein Streifen
    Boden
    niedrig
    hoch
    pH-Wert
    unter 5,8
    über 6,2
    Org. Substanz (%TM)
    unter 2,0
    über 8,0
    Phosphat (mg / 100g)
    unter 15
    über 25
    Kaliumoxid (mg / 100g)
    unter 15
    über 25
    Magnesiumoxid (mg / 100g)
    unter 8
    über 25
    von 30 cm Tiefe (Rasen 10 cm) entnommen, die Teilproben
    durchmischt und 500 g unter Angabe der Nutzungsart (z.B.
    Gemüsebeet) an ein Bodenlabor geschickt.
    Kompostprodukte beziehen
    Hrsg: Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V. (BGK), Von-der-Wettern-Str. 25,
    D-51149 Köln, www.kompost.de. Fachlich erarbeitet auf Grundlage der Ergeb-
    nisse des von der „Deutschen Bundesstiftung Umwelt“ geförderten Projektes
    „Kompostanwendung im Gartenbau“ des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG).
    Produzenten
    www.kompost.de
    Bodenstruktur
    Wasserspeicher
    Kompost mit Sicherheit
    Die organische Substanz lockert den Boden und erleichtert
    die Bearbeitung. Bei Regen verschlämmt die Oberfläche
    nicht und das Wasser dringt in den Boden ein. Erdabtrag
    (Erosion) wird so vermieden.
    Humus speichert das 3 bis 5-fache seines Eigengewichtes.
    Dies steigert die Wasserhaltefähigkeit sowohl auf leichten
    Sandböden als auch auf schweren Tonböden. So sind die
    Pflanzen auch in Trockenperioden länger ausreichend mit
    Wasser versorgt.
    Komposte mit dem RAL-Gütezeichen unterliegen einer
    regelmäßigen und unabhängigen Qualitätskontrolle durch
    die Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK). Das Prüf-
    zeugnis der BGK beschreibt für
    jeden Kompost die konkreten
    Qualitätseigenschaften und
    Nährstoffgehalte. Fachliche
    Grundlage der Anwendungs-
    empfehlung ist das durch die
    deutsche Bundesstiftung Um-
    welt geförderte Projekt „Kom-
    postanwendung im Gartenbau“.
    Weitere Informationen finden Sie unter:
    www.kompost.de
    Anwendungsempfehlung
    Kompost
    im Hobbygarten
    Alles in Einem
    Kompost ist ein natürliches Dünge-/ Bodenverbesserungs-
    mittel und wird aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften
    sehr geschätzt:
    Düngung
    Kompost entsteht aus Pflanzenresten und enthält von da-
    her natürlicherweise alle Haupt- und Spurennährstoffe, die
    die Pflanzen für ein gesundes Wachstum benötigen. Dabei
    sind die Nährstoffe so gebunden, dass sie für die Pflanze
    verfügbar bleiben, aber vor Auswaschungen ins Grund-
    wasser geschützt sind.
    Bodenleben
    Kompost ist Nahrung für ein gesundes Bodenleben. Zudem
    hat er ein breites Wirkungsspektrum gegenüber bodenbür-
    tigen Krankheitserregern (phytosanitärer Effekt) und för-
    dert so die Pflanzengesundheit.
    Kompost ist Träger und Förderer der Bodenfruchtbarkeit,
    denn er ist Humus in Bestform. Für die Anwendung im Hobby-
    garten empfiehlt sich eine fein- bis mittelkörnigen Struktur.
    Kompost
    lockert
    den Boden
    fördert
    Bodenleben
    speichert
    Wasser
    düngt
    die Pflanzen
    Pflanzen und Topfen
    Beim Pflanzen von Stauden und Gehölzen muss das Pflanz-
    loch den 2-fachen Durchmesser des Wurzelballens haben,
    damit ein „Blumentopfeffekt“ vermieden wird. Der Aushub
    des Pflanzloches wird mit ca. 25 Vol.% Kompost gut durch-
    mischt und zum Auffüllen der Pflanzgrube mit einer Tiefe
    von bis zu 50 cm verwendet.
    Blumenerde wird durch das Mischen von 30-40 Vol.-% Kom-
    post mit Torf, unter Zugabe von 1-2 g Hornspänen je Liter,
    hergestellt. Torfreduzierte oder torffreie Blumenerden sind
    auch im Handel erhältlich.
    Neuanlage
    Pflege
    Die regelmäßige Anwendung von Kompost dient der dauer-
    haften Gesunderhaltung des Bodens und der Düngung
    der Pflanzen. Sie erfolgt alle 3, für Beetflächen alle 5 Jahre.
    Auch die Versauerung des Bodens wird durch Kompostdün-
    gung unterbunden.
    Stickstoffdüngung
    Eine Ergänzungsdüngung mit 10g Stickstoff je m2 wird mit
    der Anwendung von z.B. 80 g Hornmehl, 35 g Kalkammon-
    salpeter oder 50 g schwefelsaurem Ammoniak erreicht.
    Durch Zwischenbegrünung kann Stickstoff im Boden ge-
    speichert werden. Beim Anbau von Leguminosen (z.B. Erb-
    sen) wird über Knöllchenbakterien Luftstickstoff zusätzlich
    gebunden. Das erübrigt die Stickstoffdüngung für die
    nächsten zwei Kulturen.
    Gemüsebeet
    Die verschiedenen Gemüsesorten haben einen unterschied-
    lichen Nährstoffbedarf, der bei der Düngung mit Kompost
    zu berücksichtigen ist.
    In den Folgejahren ist eine weitere Düngung oder Kompost-
    gabe nicht erforderlich. Die Bevorratung mit Stickstoff reicht
    für 3 Jahre, für Phosphat, Kalium, Magnesium und Kalk min-
    destens für 5 Jahre.
    Kompost wird auf der Fläche verteilt und ggf. oberflächlich
    eingearbeitet. Eine Ergänzungsdüngung mit Stickstoff
    (ca. 5-10 g Stickstoff pro m2 je Jahr) ist bei Bedarf (wie z. B.
    Rasenflächen) erforderlich.
    Aufwandmengen
    1l Kompost wiegt ca. 0,65kg, 1kg sind 1,5l
    1l Kompost je m2 entspricht 1mm Auflagenhöhe
    10l je m2 entspricht 1cm Auflagenhöhe
    1 Eimer fasst 8-10l, eine Schubkarre ca. 80l
    Bei der Neuanlage von Flächen findet man häufig humus–
    und nährstoffarme Böden vor. Oft gehen Baumaßnahmen
    voraus, die zerstörte Bodenstrukturen hinterlassen. Der
    Boden muss von Grund auf regeneriert und mit Nährstoffen
    versorgt werden.
    Böden
    Menge
    Bemerkung
    Sand
    bis 25 l/m2
    Beetflächen:
    20-30 cm einarbeiten
    Schluff/Lehm
    bis 35 l/m2
    Rasenflächen:
    Ton
    bis 45 l/m2
    10 cm einarbeiten.
    Pflanzen
    Menge
    Bemerkung
    Zierbeetflächen
    8 bis 15 l/m2
    Je nach Pflanzenbedarf
    Stickstoffdüngung
    Rasenflächen
    4 bis 8 l/m2
    ergänzen
    Gehölze, Sträu-
    cher, Stauden
    3 bis 5 l/m2
    Rasenflächen:
    feinkörniger Kompost
    Pflanzen
    Menge
    Zudüngung
    Starkzehrer:
    Tomaten, Sellerie Kohl,
    Kürbis, Mais, Wirsing,
    Kohlrabi, Brokoli, Porree u.a.
    3 l/m2
    15-30 g Stickstoff/m2
    15-30 g Kaliumoxid/m2
    Mittelzehrer:
    Gurken, Rettich, Möhren,
    Zwiebeln, Zucchini,
    Kartoffeln, Rhabarber u.a.
    2 l/m2
    10-20 g Stickstoff/m2
    10-15 g Kaliumoxid/m2
    Schwachzehrer:
    Rote Beete, Bohnen,
    Spinat, Mangold, Paprika,
    Erbsen, Salat, Radischen,
    Sträucher, Stauden
    1 l/m2
    5-15 g Stickstoff/m2
    3-10 g Kaliumoxid/m2
     
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